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Unser Design-Glossar soll den Zugang zum Thema Design erleichtern und den kompetenten Dialog fördern. Es soll anregen, Designbegriffe, mit denen wir arbeiten, besser zu verstehen und helfen, die Bedeutung von guter Gestaltung und deren Einflussfaktoren zu erklären. Unsere Auswahl ist subjektiv und erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit, sondern ist als Einstieg zu verstehen.

A

Additive Fertigung

Die additive Fertigung (Additive Manufacturing, AM) umfasst alle Fertigungsverfahren, bei denen Material Schicht für Schicht aufgetragen wird und so dreidimensionale Gegenstände erzeugt werden. Sie beeinflusst nicht nur die Form und Statik eines Bauteils, der gesamte Entwicklungszyklus verändert sich. Die additive Fertigung bietet viele Vorteile und Möglichkeiten, wie z.B. mehr Gestaltungsfreiheit, individuelle Einzelstücke, Funktionsintegration und Materialeffizienz sowie die iterative Entwicklung. Bei additiven Verfahren bleiben die Kosten konstant. Sie sind also eher im niedrigen bis mittleren Stückzahlbereich sinnvoll. Siehe auch 3D Druck Mehr

barski design glossar apd

ADP

Die Asia Designer Communication Platform (ADP) ist ein internationaler Verband mit Sitz in Hong Kong, der sich für die Interessen der Designer einsetzt und Design weltweit fördert. Sie ist die erste interdisziplinäre Designvereinigung in Asien mit Büros u. a. in Newark (USA), Sydney und Amsterdam und hat seit ihrer Gründung namhafte  Designer dabei unterstützt, erfolgreich auf die internationale Bühne zu gelangen. Seit 2018 ist Olaf Barski Designberater für ADP. 

barski design glossar aed

aed

Der aed ist eine 2004 von Stuttgarter Architekten, Ingenieuren und Designern gegründete Initiative, deren Ziel es ist, die große Gestaltungskompetenz in der Region Stuttgart – vom Produkt- und Grafikdesign über Multimedia und Engineering bis hin zur Architektur – der Öffentlichkeit nahezubringen.  Durch Veranstaltungen, Führungen und den Nachwuchs-Designwettbewerb „neuland“ soll die Vielfältigkeit und die Bedeutung guter Gestaltung gefördert und geschärft werden.

Alleinstellungsmerkmal

Ein Alleinstellungsmerkmal (englisch: Unique selling proposition oder unique selling point, kurz auch USP) ist ein einzigartiges und herausragendes Leistungsmerkmal eines Produktes oder einer Dienstleistung. Es beschreibt einen Wettbewerbsvorteil, den sonst keiner anbietet. Ein Alleinstellungsmerkmal im Design kann ein besonders charakteristisches Gestaltungselement, wie z.B. eine einzigartige Formsprache und exklusive Materialien oder eine neuartige Technik oder Funktionalität sein. Bei der Entwicklung eines Alleinstellungsmerkmals geht es darum, echte Benefits zu entwickeln, die auf die individuellen Bedürfnisse und Wünsche der Kunden eingehen. Siehe auch Signature Element

Anmutung

Die Anmutung eines Produkts entsteht durch die subjektive Wahrnehmung eines Objektes oder einer Situation. Es ist der erste spontane Eindruck, der Charakter und die Wirkung, die der Betrachter wahrnimmt, fühlt, bewertet und interpretiert. Diese Eindrücke können visuell, auditiv, haptisch oder olfaktorisch sein. Im Design spricht man in diesem Zusammenhang auch von "Look and Feel" (deutsch: Aussehen und Handhabung). Bei einer Produktentwicklung spielt die Anmutung in dem Sinne eine Rolle, dass eine oft unbewusste emotionale Erwartung geweckt werden soll. Der Nutzer soll möglichst schon durch die erste spontane Interpretation wissen, wozu ein Produkt genutzt und in welchen Umfeld es verwendet wird. Siehe auch Form follows emotion

1 barski design fraunhofer consumer electronics 3d eingabegeraete cyberstilo

Augmented Reality

Augmented Reality (Deutsch: Erweiterte Realität) beschreibt die Erweiterung der realen Welt mit virtuellen Inhalten. Diese Inhalte können alle menschlichen Sinne ansprechen. Am meisten wird es allerdings im Zusammenhang mit visuellen Darstellungen verwendet. Dem Sichtfeld werden zusätzliche Informationen wie z.B. 3-dimensionale Objekte, Animationen oder Grafiken hinzugefügt. Die Interaktion aus realen und virtuellen Objekten überlagert sich und kann in Echtzeit neue Entwicklung- und Darstellungsmöglichkeiten bieten.

Authentisch

Authentizität (von griech./lat. = Echtheit, Zuverlässigkeit, Glaubwürdigkeit) bedeutet auf Echtheit geprüft und „als Original befunden“. Als ein authentisches Produkt wird zum einen das Original selbst, aber auch ein mit dem Original identisches Produkt bezeichnet. Außerdem können hierzu auch Produkte gezählt werden, die zwar nicht identisch mit dem Original sind, aber die ursprüngliche Qualität, Handhabung und Identität glaubwürdig vertreten. Werden die unbewussten Erwartungen des Nutzers an das Produkt erfüllt, kann es als "authentisch" bezeichnet werden - ganz nach dem Motto: "Es hält, was es verspricht."

Ästhetik

"Ästhetik ist die Theorie von der sinnlichen Wahrnehmung (von griech. „aisthesis“ = Wahrnehmung). Gemeint ist also nicht „das Schöne“ an sich, sondern die Lehre von den Gesetzmäßigkeiten und Grundlagen des Schönen (Harmonie), wie sie etwa in der Natur und der Kunst zu erkennen sind. Auch die Frage, ob die ästhetischen Eigenschaften als objektiv gegeben anzunehmen sind oder ob die Schönheit im Auge des Betrachters liegt, wird hier untersucht. Siehe auch Schönheit Mehr

B

Balance

Balance ist die ausgeglichene Verteilung der Gestaltungselemente, um Harmonie innerhalb einer Komposition zu schaffen. Balance kann durch verschiedene Anordnungen der einzelnen Elemente erzeugt werden: Symmetrisch, asymmetrisch, radial, dynamisch, stabil, formal, traditionell, horizontal / vertikal ausbalanciert, zentriert, linksbündig / rechtsbündig ausgerichtet. Siehe auch Harmonie Mehr

1 barski design bsh one line

Bedienelemente

Bedienelemente werden für die Navigation und Steuerung von Maschinen und Geräten genutzt. Zu Bedienelementen zählen unter anderm analoge Schalter, Taster, Knöpfe, Regler oder Tastaturen aber auch digitale Nutzeroberflächen (GUI / Graphical User Interfaces) in Form von Icons und Apps. Klar gestaltete Zeichen und leicht verständliche Symbole sorgen für eine einfache Benutzerführung und unterstützen das positive Nutzungserlebnis.

Benutzerführung

Die Benutzerführung hat das Ziel, den Bedienablauf eines Produktes oder Interfaces zu vereinfachen und den Nutzer mit Hilfe von intuitiv bedienbaren Schnittstellen durch verschiedene Informations-Architekturen zu navigieren. Elemente auf der Benutzeroberfläche, wie Formen, Farben oder Grafiken, dienen als Hilfestellung und ermöglichen die einfache Nutzung. Optimal auf den Benutzer hin ausgerichtete Bedienelemente sowie durchdachte Arbeitsabläufe, erleichtern die Handhabung wesentlich.

Benutzeroberfläche

Durch die zunehmende Digitalisierung aller Lebensbereiche werden intuitiv bedienbare Benutzeroberflächen immer wichtiger für den Menschen. Die Benutzeroberfläche ist die Schnittstelle zwischen Mensch und Maschine. Eine durchdachte Benutzeroberfläche ist besonders wichtig für komplexe Aufgaben, weil sie nicht nur die Anweisungen des Bedieners entgegennimmt und ihm neue Funktionen zur Verfügung stellt, sondern auch ein Feedback darüber gibt, welche Aufgaben das Programm momentan erledigt. Die Gestaltung einer Benutzeroberfläche hat große Auswirkungen darauf, wie gut und komfortabel ein Programm oder Gerät bedient werden kann. Siehe auch User Interface Design

1 material und technologie research

Bionik

"Der menschliche Schöpfergeist kann verschiedene Erfindungen machen (...), doch nie wird ihm eine gelingen, die schöner, ökonomischer und geradliniger wäre als die der Natur, denn in ihren Erfindungen fehlt nichts, und nichts ist zu viel." Leonardo da Vinci

Bionik ist die Zusammensetzung aus den Begriffen Biologie und Technik und beschreibt das Lernen von der Natur. Das zentrale Element der Bionik ist das Übertragen von Phänomenen der Natur auf die Technik. Die bekannteste bionische Entdeckung ist der "Lotuseffekt". Wissenschaftler entdeckten, dass einige Blätter, darunter auch das Lotusblatt, immer sauber waren. Sie fanden heraus, dass die Oberfläche der Blätter nicht glatt, sondern rau ist und konnten dieses Prinzip auf selbstreinigende Oberflächen übertragen.  Mehr

C

5 team barski design 2

CAD

CAD (en = Computer Aided Design, de = Rechnerunterstütztes Konstruieren) bezeichnet die rechnerunterstützte Erstellung geometrischer 3D-Modelle oder Körper. Je nach Anforderung wird das richtige Programm ausgewählt. Weit verbreitete CAD-Programme sind:

Rhinoceros
Erzeugung von Kurven, Flächen und Volumenkörper; eigent sich für Produktdesigner optimal für schnelles 3D-Skizzieren

SolidWorks
Erzeugung von parametrischen Modellen, Baugruppen und Zeichnungen; gut für Ingenieure und auch für Produktdesigner

Alias
Werkzeuge zur Skizzenerstellung, Konzeptmodellierung, Flächengestaltung

Creo
Erzeugung von parametrischen Modellen; sorgt zusätzlich für die Einhaltung aller branchen- und unternehmensspezifischen Normen und Herstellungsprozesse

7 colour material finish barski design hawo

CMF Color Material Finish

CMF Design beschreibt die grundlegenden Prinzipien von Farb-, Material- und Oberflächenqualität. Sie beeinflussen unsere Wahrnehmung und unsere Empfindungen. Haptische Eigenschaften durch Beschichtungen, wie z.B. SoftTouch und technische Verarbeitungen zu HighTech Materialien (Nano) können Produkten einen zusätzlichen Mehrwert geben.

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Consumer Electronics

Consumer Electronics (de = Unterhaltungselektronik) ist der Sammelbegriff für elektronische Geräte des täglichen Gebrauchs und umfasst Geräte wie Smartphones, Laptops, etc. Die digitale Vernetzung und Informationstechnologie, Smart Homes und E-Health sowie soziale Medien beeinflussen nicht nur die neue Generation und bieten zahlreiche Möglichkeiten für technologische Innovationen, die das Leben der Nutzer einfacher, schöner und komfortabler machen. Elektronische Bauteile werden kleiner und intelligenter und ermöglichen smartere Produkte. Zusammen mit herausragendem Design stehen Mobilität, Tragbarkeit, Konnektivität, Energieeffizienz und Performance im Fokus zukünftiger Produktentwicklungen.

Corporate Design Manual

Das Corporate Design Manual (deutsch: Design Handbuch) ist ein Dokument, in dem die Grundgestaltungselemente und Regeln des Corporate Designs eines Unternehmens festgehalten werden – ein individuell angefertigtes Dokument, welches Anweisungen zum Einsatz von Logo / Branding, Grafik und Bildwelten, Typografie, Farbgebung und des Markennamens gibt.

D

barski design glossar ddc

DDC Deutscher Designer Club

Der 1989 gegründete DDC (Deutscher Designer Club) ist ein eingetragener Verein, der „Gutes Design“ im deutschsprachigen Raum fördert. Der in der Designbranche hoch angesehene vom DDC ausgeschriebene Wettbewerb für „Gute Gestaltung“ findet jährlich statt und richtet sich an Hersteller, Gestalter, Unternehmer, Agenturen, Entwickler, Studierende und junge, designorientierte Start-ups. Er zeichnet herausragendes Design in den Kategorien Identity, Spaces, Reporting, Product, Campaign, Publishing und Interactive aus.

Design Freeze

(de = Design einfrieren) Das Design wird auf diesem Stand sozusagen „eingefroren“. Die Geometrie und die Proportionen, die Details wie Funktionselemente und Anordnung der technischen Bauteile, der Grundkörper, die Flächen und die Oberflächenqualitäten sollten zu diesem Zeitpunkt klar definiert und spezifiziert sein. Nach Möglichkeit sollten spätere Veränderungen vermieden werden, um die avisierten Zeit- und Kostenpläne einzuhalten und den Produktionstart nicht zu gefährden.

barski design glossar design plus

Design Plus

Die Auszeichnung »Design Plus« steht für Produktgestaltung von Konsumgütern, die funktionieren, umweltfreundlich, schön und nützlich sind. Die Auszeichnung ist ein Prädikat, das von einer internationalen Jury anerkannter Fachleute unter allen von den Ausstellern der Internationalen Frankfurter Messen wie u. a. Ambiente, ISH und Light & Building eingesandten Wettbewerbsbeiträgen vergeben wird.

Designrecht

Um den nachhaltigen Schutz eines Designs zu gewährleisten, ist es ratsam dieses beim Deutschen Patent- und Markenamt oder beim Amt der Europäischen Union für geistiges Eigentum (EUIPO) als Geschmacks-, Gebrauchsmuster oder Patent anzumelden. Das Designrecht gibt dem Anmelder eines "Eingetragenen Designs" das ausschließliche Recht, diese Produktgestaltung zu verwenden und zu vermarkten. Außerdem ist der Anmelder berechtigt, gegen jedes Design vorzugehen, das diesem entspricht. Siehe auch Eingetragenes Design

6 modelle barski design kaiser

3D Druck

Der 3D-Druck ist ein Additives Fertigungungsverfahren, welches 3-dimensionale Objekte erzeugt, indem das entsprechende Material Schicht für Schicht aufgetragen wird. Nicht jedes Material und jedes Verfahren eignet sich für jede Anwendung. Doch die Bandbreite an unterschiedlichen Arten des 3D-Drucks ist groß und somit auch die Möglichkeiten zur Anwendung. Einige Verfahren erlauben auch die Verarbeitung von mehreren Werkstoffen gleichzeitig, so können beispielsweise starre, flexible und mehrfarbige Teile in einem Arbeitsschritt kombiniert werden. Siehe auch Additive Fertigung Mehr

E

Eingetragenes Design

Ein "Eingetragenes Design" ist ein gewerbliches Schutzrecht, das seinem Inhaber die ausschließliche Befugnis zur Benutzung einer ästhetischen Erscheinungsform (Gestalt, Farbe, Form) verleiht. Auf europäischer Ebene heißt sein Pendant "Geschmacksmuster", genauer gesagt "Gemeinschaftsgeschmacksmuster". Beide Begriffe meinen den gleichen Typ von Schutzrecht. Eingetragene Designs können auf nationaler Ebene (DPMA), europäischer Ebene (EUIPO) oder sogar international (WIPO) angemeldet werden. Siehe auch Designrecht Mehr

Ergonomie

Der Begriff Ergonomie setzt sich aus den altgriechischen Worten "ergon" (Arbeit, Werk) und "nomos" (Regel, Gesetz) zusammen. Das Ziel der Ergonomie ist es, die Nutzung von Gegenständen und Maschinen möglichst komfortabel zu gestalten und ein fehlerfreies, effizientes Arbeiten zu ermöglichen. Arbeitsbedingungen und -abläufe werden optimiert und die Anordnung von verschiedenen Handlungsschritten räumlich und zeitlos angepasst, damit der Nutzer vor Gesundheitsschäden geschützt wird - auch wenn er diese Tätigkeit über Jahre hinweg ausübt. Ergonomie beschäftigt sich hauptsächlich mit der Schnittstelle zwischen Mensch und Maschine. Aber auch menschenfreie Fertigungsstraßen werden ergonomisch optimiert, indem lange Wege für Roboter vermieden werden. Siehe auch Handhabung

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barski design glossar focus open

Focus Open

Der Focus Open ist der internationale Designpreis des Landes Baden-Württemberg. Verliehen wird der «Focus in Gold» sowie der «Focus in Silber». Produkte, die höchstens zwei Jahre im Markt sind sowie Prototypen, deren Serienreife gewährleistet ist, können für diverse Kategorien angemeldet und ausgezeichnet werden.

Form follows emotion

Emotion (lat.: emovere = herausbewegen, emporwühlen) beschreibt eine psychische Erregung, eine Gemütsbewegung, ein Gefühl oder eine Gefühlsregung. Eine optimale Funktion und bestmögliche Handhabung zu erreichen ist Hauptbestandteil jeder Produktentwicklung, um sich allerdings im Wettbewerb hervor zu heben, muss ein emotionaler Faktor aufgebaut werden. Spricht uns ein Produkt emotional nicht an, werden wir es höchst wahrscheinlich nicht kaufen. Somit sollte ein Produkt über den funktionalen Nutzen hinaus auch eine emotionale Bindung zum Nutzer herstellen können. Siehe auch Anmutung Mehr

Form follows function

Form follows function (de = Die Form folgt der Funktion) ist ein Gestaltungsleitsatz aus Design und Architektur, der beinhaltet, dass die Form sich aus der Funktion erschließt. Der Begriff ist Teil eines berühmten Zitats des amerikanischen Architekten Louis Henry Sullivan. In Deutschland wurde der Gestaltungsgrundsatz erstmals vom Bauhaus konsequent angewandt. Insbesondere der Einsatz neuartiger Werkstoffe und Technologien eröffnete dabei revolutionäre Perspektiven.

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German Design Award

Der German Design Award zeichnet innovative Produkte und Projekte, ihre Hersteller und Gestalter aus, die in der deutschen und internationalen Designlandschaft wegweisend sind. Dies garantiert die hochkarätig besetzte, internationale Jury. Der German Design Award entdeckt und präsentiert einzigartige Gestaltungstrends: ein Wettbewerb, der die designorientierte Wirtschaft voranbringt. Vergeben wird der German Design Award vom Rat für Formgebung, der deutschen Marken- und Designinstanz. Siehe auch Rat für Formgebung

Gleichteileprinzip

Es bezeichnet ein Konzept, bei dem Bauteile unverändert in verschiedenen Produkten verwendet werden können. Dadurch erhöhen sich die Stückzahlen pro Teil und es reduzieren sich die Entwicklungs- und Herstellungskosten sowie der Aufwand und die Kosten für Werkzeugbau und Materialdisposition. Siehe auch Modulbauweise

barski design glossar good design award

Good Design Award

Die älteste und renommierteste globale Preisverleihung für Design und Innovation. Seit seiner Gründung setzt das Chicago Athenaeum die Organisation des Programms fort, um ein Bewusstsein für zeitgenössisches Design zu schaffen und sowohl Produkte als auch Branchenführer in Design und Fertigung zu ehren, die neue Wege für Innovationen eingeschlagen haben und die Grenzen für wettbewerbsfähige Produkte auf dem Weltmarkt überschreiten. Good Design® wurde 1950 in Chicago von Edgar Kaufmann, Jr. Eero Saarinen und Charles und Ray Eames gegründet. Mort Goldsholl kreierte 1950 auch das legendäre Good Design Logo. Jedes Jahr vergibt das Chicago Athenaeum den Good Design Award für die hochmodernen Innovationen des Industrie-, Produkt- und Grafikdesigns aus der ganzen Welt.

H

Handhabung

Die Handhabung ist die Bedienung eines Produktes. Sie beschreibt die Interaktion zwischen Nutzer und Produkt - die Art und Weise, wie man es benutzt. Eine fehlerfreie Bedienung und die effiziente Interaktion steigern die Qualität der Nutzung und ermöglichen eine hohe Bedienerfreundlichkeit. Siehe auch Ergonomie

3 barski design draeger medizintechnik universalgriff 1

Haptik

Haptik (griech.: "haptikos": greifbar) ist die Lehre vom Tastsinn. Dabei handelt es sich um das Begreifen eines Objektes durch tasten und berühren. Diese haptischen Reize werden zu Informationen umgewandelt und als Reaktion darauf entstehen positive oder negative Emotionen. Wahrnehmungsaspekte können Temperaturwahrnehmungen oder mechanische Reize in Form von Druck oder Vibration sein. Haptische Eigenschaften durch Beschichtungen und technische Verarbeitungen zu HighTech Materialien geben Produkten einen zusätzlichen Touch und können einen „Emotional Appeal“ (deutsch: emotionaler Anreiz) erzeugen.

Harmonie

Harmonie (lat.-gr. „harmonia“ = Zusammenfügung, Einklang) beschreibt eine Ausgeglichenheit von unterschiedlichen Teilen, die zueinander passen, sich gegenseitig ergänzen und die gemeinsam ein ausgewogene Einheit bilden. In der Antike wurde der Begriff „Harmonie“ vor allem mit Symmetrie und Proportionen in Verbindung gebracht.  Die Ausgewogenheit von Formen und Farben entsteht, wenn das Ganze als Einheit wahrgenommen wird, aber auch jeder einzelne Teil seine eigene Identität behält. Siehe auch Balance

HfG Ulm

Die Hochschule für Gestaltung Ulm bestand 1953 bis 1968 und gilt heute noch als eine der einflussreichsten Hochschulen für Gestalter weltweit. Sie wurde von Inge Scholl, Otl Aicher und Max Bill gegründet und die Errungenschaften sind noch heute von großer Bedeutung für die Ausbildung und Arbeit von Gestaltern. Dort entstand unter anderem die als »Schneewittchensarg« berühmt gewordene Radio-Phono-Kombination »SK 4« der Firma Braun, die Küchenuhr von Max Bill für Junghans, das Stapelgeschirr 'TC 100' von Nick Roericht, der Braun Sixtant von Hans Gugelot, der Dia-Projektor "Carousel S" von Hans Gugelot für Kodak und der „Ulmer Hocker“. Unter dem Titel 'Hochschule für Gestaltung Ulm: von der Stunde Null bis 1968' zeigt das HfG-Archiv eine ständige Ausstellung zur Geschichte der legendären Bildungseinrichtung.

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1 barski design user interface insulin 1

Icon

Ein Icon ist ein grafisches Zeichen, das eine klare Information oder Botschaft vermittelt -  auf das Wesentliche reduziert und für jedermann verständlich. Siehe auch Piktogramm

Identifikationsmerkmale

Merkmale zur Identifikation eines Designs sind entscheidend, um Unverwechselbarkeit zu generieren. Die Formsprache, Detailausprägung und Funktion sowie das Material und die Farbe sind dabei ausschlaggebend und sollten das Image einer Marke und deren Identität wiederspiegeln. Siehe auch Signature Element

if design product design award

iF Design Award

Der iF Product Design Award ist seit 1954 ein hoch angesehener und wichtiger internationaler Designpreis, der jährlich vom iF International Forum Design vergeben wird in den Disziplinen Product, Packaging, Communication, Interieur Architecture, Professional Concept, Service Design und Architecture. Die Produktkategorien sind Automobiles / Vehicles, Sports / Outdoor / Bicycles, Leisure, Babies / Kids, Watches / Jewelry, Audio, Telecommunication, TV / Cameras, Computer, Gaming Hardware / VR, Office, Lighting, Home Furniture, Kitchen, Household / Tableware, Bathroom, Garden, Building Technology, Public / Retail, Medicine / Health, Beauty / Care, Industry / Tools, Textiles / Wall / Floor.

Industrial Design Manual

Das Industrial Design Manual ist ein kompaktes, leicht verständliches Handbuch, in dem alle wichtigen Richtlinien und detaillierten Produktspezifikationen für aktuelle und zukünftige Entwicklungen einer Marke enthalten sind. Das Ziel des Industrial Design Manuals ist es, ein einheitliches Erscheinungsbild aufzubauen, das allen Produkten durch diese definierten Regeln Alleinstellung, Wiedererkennung und Identifikation mit der übergeordneteten Marke verleiht. Mehr

Industrie Design

Das Industrie Design, auch Industrial Design oder Produkt Design genannt, ist die Gestaltung von Produkten zur industriellen Serienfertigung. Neben der Kreativität, Neues zu denken und Mut zum Risiko zu haben, spielen auch das tiefe Verständnis, Produkte, deren Einsatz und Vermarktung ganzheitlich zu erfassen, eine große Rolle. Die Anforderungen für heutige Designer heißen deshalb: Beratungskompetenz, strategisches Denken und ein gutes Händchen für eine smarte Umsetzung. Industriedesigner müssen für wirtschaftliche Aspekte ein genauso gutes Gespür wie für entwicklungstechnische Belange und zukünftige Trends vorweisen und sollten das auch überzeugend kommunizieren können. Heute muss man Unternehmen und Auftraggeber für seine Ideen und Konzepte begeistern können!

Innovation

Innovationen sind „Neuerungen" oder „Erneuerungen“ und entstehen aus neuen Ideen oder Erfindungen. Innovative Produktideen und intelligente Nutzerkonzepte erschließen neue Marktpotentiale. Mit einer strukturierten und kreativen Methode, wie das Design Thinking, können Innovations- und Entwicklungsprozesse angestoßen und gestaltet werden. Siehe auch Bionik

Interaction Design

Das Interaction Design (deutsch: Interaktionsdesign) beschäftigt sich mit der intelligenten Gestaltung der Interaktion zwischen Mensch und Maschine. Interaction Design umfasst alle Touchpoints, die ein Nutzer vor, während und nach der Nutzung eines Produktes erfährt – seine Erwartungen, seine psychologischen und physiologischen Reaktionen. All diese Erfahrungen beeinflussen die Wahrnehmung eines Produktes und einer Marke.

Iterativ

Iterativ heißt "wiederholend". Bei einem Iterativen Design geht es um einen sich wiederholenden Prozess zur permanenten Verbesserung eines Produktes durch einfache Prototypen, Tests und Analysen und neuen verbesserten Prototypen. Die Ergebnisse vorheriger Iterationen des Designs werden verfeinert und ständig optimiert. 

J

Japanische Reduktion

Die japanische Kultur ist geprägt von edler Schlichtheit und reduzierter Ästhetik. Japanisches Design wird oft als einfach und funktional bezeichnet. Auf eine poetische Art werden nicht nur Produkte entworfen, sondern Geschichten erzählt. Dabei geht es auch immer darum, den Konsum an sich zu hinterfragen und den Lebensstil auf das Wesentliche zu reduzieren. Die Grundprinzipien der asiatischen Kultur sind Ausgeglichenheit und Harmonie. Das japanische Design lebt durch klare Formen und perfekt aufeinander abgestimmte, authentische Materialien. Siehe auch Less is More

K

Kick-Off

Ein Kick-Off ist die Zusammenkunft des gesamten multidisziplinären Teams, um den Projektauftrag von allen Seiten zu erläutern und den "Startschuss" zu setzen. Zu diesem Treffen sollten möglichst alle beteiligten Ansprechpartner aus den unterschiedlichen Disziplinen zusammen kommen. Hierzu gehört unter anderem die Geschäftsleitung, die Konstruktion und Programmierung, Marketing und Vertrieb, Betriebswirtschaft sowie Design. Gemeinsam wird ein Projektplan erstellt, die konkreten Ziele werden definiert und die Aufgaben so verteilt, dass sie zum Erfolg des Projektes führen. 

1 barski design kuka medizintechnik steuergeraet

Kontrast

Ein Kontrast wird erzeugt, wenn zwei oder mehr Elemente mit unterschiedlichen Eigenschaften miteinander kombiniert werden. Wir können über den Kontrast in Bezug auf die Spannungsverhältnisse zwischen Gegensätzen nachdenken, wie z. B. schwarz und weiß, hart und weich, matt und glänzend oder organisch und geometrisch. Als ein nützliches Gestaltungsprinzip, kann ein gezielter Kontrast eine visuelle Kommunikation effektiver machen, zum Beispiel um die Trennung der Informationen zu erleichtern, etwas zu betonen oder um etwas hervorzuheben.

L

Less is More

(Deutsch: Weniger ist mehr) Ein Motto des deutsch-amerikanischen Architekten Mies van der Rohe, der kurzzeitig Bauhaus-Direktor war und später in die USA emigrieren musste. Mit dieser Aussage sollte eine neue Vorstellung des Bauens ohne schmückende Verzierungen bestärkt und vorangetrieben werden. Schlichte, einfache Formen sollten bevorzugt werden und die Reduzierung auf das Wesentliche stand im Zentrum von Architektur, Design und Kunst. Auch heute noch ist das Motto „Less is More“ bei vielen Designern beliebt.

M

Minimalismus

Der Minimalismus ist eine Reduzierung auf das Wesentliche. Die Entstehung eines eleganten minimalistischen Designs, durch die Konzentrierung auf den Kern, ohne Materialverschwendung. Siehe auch Japanische Reduktion

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Mobility

Mobil zu sein ist der Garant für Lebensqualität, Selbstverwirklichung und einen hohen Freizeitwert. Mobilität ist ein großes menschliches Bedürfnis – sowohl wirtschaftlich als auch privat. Die Gestaltung von Transportmitteln und Verkehrssystemen verbindet ökologische Ziele, wirtschaftliche Anforderungen sowie regional unterschiedliche Mobilitätsbedürfnisse zu neuen intelligenten Gesamtkonzepten.

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Mock Up

Ein Mock Up (deutsch: Vorführmodell)  ist eine haptische oder visuelle Vorschau eines Produkts, welches noch keine Funktion besitzt und ausschließlich der Präsentation dient. Es ist häufig ein Modell des Produktes  im Maßstab 1:1 und wird genutzt, um das Design vorzustellen und die Funktionen zu demonstrieren. Das Modell sollte aussehen wie das geplante oder bereits eingeführte Produkt, aber nicht unbedingt genauso funktionieren. Siehe auch Prototyp

Modulbauweise

Modulbauweise (auch Baustein- oder Baukastenprinzip) beschreibt die Aufteilung einer Einheit in unterschiedliche Teile (Module, Komponenten, Bausteine, etc.). Dank intelligenter Schnittstellen können die einzelnen Module miteinander verbunden und kostensparend miteinander kombiniert werden. Die Modulbauweise benötigt immer einen gemeinsamen Nenner, eine genormte Größe, ein Raster, um eine wirtschaftliche Herstellung und Montage zu ermöglichen. Siehe auch Gleichteileprinzip

N

Nachhaltigkeit

Nachhaltigkeit im Design bedeutet, mit Ressourcen umweltschonend umzugehen, damit unser Lebensraum bestehen bleibt. Ökologische, ökonomische und gesellschaftliche Zusammenhänge werden berücksichtigt und die Sensibilisierung für nachhaltigere Konsum- und Lebensstile steht im Fokus von neuen Nachhaltigkeitskonzepten. Nicht nur Aspekte aus Design und Ökologie, sondern auch aus den Bereichen Philosophie, Ethik, Psychologie und Soziologie werden hierbei geprüft und bewusst mit einbezogen. Ganz praktisch beinhaltet es, nachhaltige Produktionsverfahren und Konsumstrategien zu fördern, Einfluss auf die Materialwahl, die Rohstoffgewinnung und Entsorgung zu nehmen und der "Wegwerfgesellschaft" entgegen zu wirken. Siehe auch Ökodesign

O

Ökologie

Ökologie ist eine Wissenschaft, die der Wechselbeziehungen zwischen Lebewesen und ihrer Umwelt nachgeht und erforscht, wie sie sich gegenseitig beeinflussen.

Ökodesign

Im Ökodesign beschäftigt man sich mit der Umweltverträglichkeit von Produkten. Hierbei geht es vorrangig um einen energiesparenden und möglichst schadstoffarmen Herstellungsprozess. Umweltfreundliche Materialien und ein möglichst rückstandsfreies Recyclingverfahren werden von Anfang an in den Entwicklungsprozess einbezogen. Besonders im Verpackungsdesign gibt es momentan ein großes Umdenken – weg von Kunststoffen hin zu hochwertigen "grünen" Alternativen wie zum Beispiel nachhaltige Faserformteile aus Paperform oder PAPERFoam®. Wo nicht auf Kunststoff verzichtet werden kann, werden alternative Materialien bevorzugt, wie beispielsweise PCR (Post-Consumer-Rezyklaten) aus Recycling-Material hergestellte Kunststoffe. Siehe auch Nachhaltigkeit

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Outline

Unter dem Begriff Outline kann einerseits der Umriss eines Objektes verstanden werden, beispielsweise in Form einer Silhouette und andererseits eine skizzenhafte Liniendarstellung für Erklärungszwecke, wie z. B. eine Montage-, Bedienungsanleitung oder eine Funktionsillustration.

P

Piktogramm

(Latein „pictus“: Bild, „gramma“: Geschriebenes) Mit Piktogrammen lassen sich Orientierungssysteme, Bedienelemente und grafische Hinweise analog und digital erklären. Die Informationen werden auf bildhafte Weise, bestehend aus einfachen grafischen Symbolen vermittelt. Die Piktogramme sollten eindeutig und international verständlich sein. Siehe auch Icon

Produktdesign

Produktdesign umfasst den Entwurf und die gestalterische Entwicklung von Produkten. Ein Produkt ist der aussagekräftigste Botschafter einer Marke. Es sollte daher einzigartig und unverwechselbar sein und natürlich bestens funktionieren. Gutes Produktdesign ist maßgeschneidert, begeistert durch ein nachhaltiges Nutzererlebnis und verleiht einer Marke Authentizität und Vertrauen.

Proportion

Proportion ist die Beziehung von zwei oder mehr Elementen und wie sie zueinander angeordnet sind. Ausgewogene Proportionen im Design und in der Architektur werden oft als harmonisch und ausgeglichen bezeichnet. Mit guten Proportionen erzeugt man im Design Harmonie, Symmetrie oder Balance sowie Dynamik und Spannung. Durch ein klares Raster und die Einteilung in Funktionsbereiche kann der Betrachter die ihm dargebotenen Informationen schneller begreifen. Gute Proportionen und präzise Umsetzung schaffen ein ruhiges, harmonisches Gesamtbild. Siehe auch Balance

3 handhabung barski design hawo

Prototyp

Prototypen (gr. protos ,der Erste‘ und typos ,Urbild, Vorbild‘) sind Modelle, die den gesamten Entwicklungsprozess begleiten. Prototypen erlauben, die Diskussion von einem konzeptionellen und meist abstrakten Level auf ein konkretes, anfassbares und dadurch nachprüfbares Niveau zu heben. Versuchsmodelle ermöglichen das direkte Testen von Handhabung und Ergonomie, von Funktionalität und Technik, sowie der Proportionen und der ästhetischen Gesamterscheinung. Es gibt verschiedene Arten von Prototypen, angefangen bei einfachen, massiven Volumenmodellen, über Designprototypen und Teilfunktionsprototyen für Versuchszwecke, bis hin zum finalen Prototypen, der das Design und sämtliche Funktionen repräsentiert. Der Final-Prototyp wird gerne für Messepräsentationen eingesetzt, um die Akzeptanz zu testen und den Erfolg der Entwicklung besser einschätzen zu können. Siehe auch Mock Up

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Public Design

Zum Public Design (de = Design im öffentlichen Raum) zählen Stadtmöbel, wie Bänke, Uhren, Spielplätze, Parkanlagen, Leuchten, Bushaltestellen und Orientierungs- und Informationssysteme. Gut gestaltetes Public Design gibt Städten einen prägenden Charakter. Es ermöglicht die Aneignung des urbanen Raumes und die Identifikation mit ihm. Urbanität ist immer durch Interaktion gekennzeichnet. Menschen brauchen Räume, in denen sie spielen, träumen, staunen und leben können.

Q

Qualität

Die Qualität (lateinisch: qualitas = Beschaffenheit, Merkmal, Eigenschaft, Zustand) beschreibt den Zustand von Stoffen, Objekten oder Vorgängen. Der Qualitätsbegriff kann subjektiv und objektiv interpretiert werden. Qualität ist die Übereinstimmung von Ist und Soll. Die Qualität gibt vor, wie sehr ein Produkt die bestehenden Anforderungen und Ansprüche erfüllt. 

Die Designqualität kann unter anderem am Innovationsgrad, an der Funktionalität, der formalen Gestaltung, der Eigenständigkeit, der Ergonomie und Langlebigkeit gemessen werden. Die technische Qualität gibt Auskunft über Verständlichkeit und Funktionalität, Material- und Verarbeitungsqualität sowie über Verlässlichkeit, Sicherheit und Service.

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Rapid Manufacturing

(Deutsch: Schnelle Fertigung) Dank dieses Verfahrens ist eine rapide werkzeuglose Fertigung von Einzel- wie auch Gruppenprodukten möglich. Dazu werden ausschließlich die vorhandenen CAD Konstruktionensdaten benötigt. Mithilfe von verschiedenen Rapid Prototyping Technologien können Objekte aus Kunststoff, Metall oder Keramik oder deren Kombination hergestellt werden. Siehe auch Additive Fertigung

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Rapid Prototyping

(Deutsch: Schneller Prototypbau) ist der Oberbegriff für verschiedene Fertigungsverfahren. Mit den 3D-Programmen wie SolidWorks, Creo Pro Engineer und Rhinoceros werden digital realitätstreue 3D Modelle konstruiert. Die schnellen 1:1 Prototypen werden unter anderem für die Marktforschung, für Akzeptanztests, für Messen oder für interne Präsentationen verwendet und begleiten den Entwicklungsprozess bis zur erfolgreichen Markteinführung. Siehe auch 3D Druck

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Rat für Formgebung

Der Rat für Formgebung (German Design Council) gegründet 1953, unterstützt den Wissensaustausch rund um das Thema Design, Innovationen und Branding. Der Rat für Fromgebung veranstaltet Designausstellungen, veröffentlicht branchenspezifische Publikationen und ist Ausrichter des international renommierten German Design Awards. Das international bekannte Design Magazin „designreport.“ wird seit 1987 vom Rat der Formgebung herausgegeben. Siehe auch German Design Award

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Red Dot Design Award

Der internationale Designwettbewerb "Red Dot Design Award" wird jährlich vom Design Zentrum Nordrhein Westfalen ausgerichtet und wendet sich an alle, die ihr wirtschaftliches Handeln durch Design qualifizieren wollen. Die Qualifizierung basiert auf dem Prinzip der Selektion und Präsentation. Ausgewählt wird herausragendes Design durch kompetente Expertenjurys in den Bereichen Produktdesign, Kommunikationsdesign und Designkonzepte. Die Auszeichnung „Red Dot“ hat sich international als eines der begehrtesten Qualitätssiegel für gute Gestaltung etabliert. Die ausgezeichneten Entwürfe werden im Red Dot Design Museum und im Red Dot Design Yearbook veröffentlicht.

Research

Im Research (Deutsch: Recherche) werden aktuelle Trends, neue Technologien und Materialien in verschiedenen Bereichen untersucht. Diese Erkenntnisse fließen in die Analyse ein und sind für die Entwicklung von neuen Ideen, Produkten, Innovationen und Zukunftsperspektiven unentbehrlich. Um erfolgreiche Innovationen zu entwickeln, ist es wichtig, Fokusgruppen kennen zu lernen und zu untersuchen und ihre Träume, Wünsche und Erwartungen bestens zu verstehen. Gute Research Ergebnisse bringen frischen Wind in zukünftige Produktentwicklungen. Siehe auch Wettbewerbsanalyse

S

Schönheit

"Schönheit ist mehr, als das Auge erfassen kann. Neben dem Sehen sind Hören, Schmecken, Riechen und Tasten gleichermaßen empfänglich für Schönheit. Die Bedeutung von Schönheit geht aber sogar über unsere herkömmlichen Sinne hinaus und kann sich auf vielfältige Weise auf unseren sechsten Sinn beziehen. Schönheit wahrzunehmen ist eine Fähigkeit, die uns Menschen von jeder anderen Spezies – und vorerst von intelligenten Robotern und künstlicher Intelligenz – unterscheidet. Durch sie sind wir in der Lage, uns an der Schönheit der Natur und ihrer Lebewesen zu erfreuen. Und sie erzeugt den menschlichen Drang, Kunst zu produzieren!" Christoph Thun-Hohenstein, Generaldirektor und wissenschaftlicher Geschäftsführer MAK - Österreichisches Museum für angewandte Kunst / Gegenwartskunst, Wien, in Sagmeister & Walsh, Beauty, 2018 Siehe auch Ästhetik

Signature Element

Signature Elements (deutsch: Signatur Elemente) sind die wichtigsten Designmerkmale zur Identifizierung eines Produktes und einer Marke. Dazu gehören unverwechselbare Symbole, eigenständige Formgebung, prägnante Design-Elemente, Branding oder eine spezifische Farb- und Oberflächenqualität, die die Marke optimal repräsentieren und einen hohen Wiedererkennungswert schaffen. Das berühmteste Signature Element ist die "BMW Niere". Siehe auch Alleinstellungsmerkmal

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Socio Cultural

Ein soziokulturelles System ist eine menschliche Bevölkerung, die in ihrem ökologischen Kontext und als eines der vielen Subsysteme eines größeren Ökosystems betrachtet wird. Um eine erfolgreiche Innovation zu entwickeln, ist es wichtig, den soziokulturellen Hintergrund der Fokusgruppe genau zu untersuchen und ihre Träume, Wünsche und Erwartungen zu verstehen. 
Sozio Cultural beinhaltet drei Kategorien: Gesellschaft, Kultur und System. Eine Gesellschaft ist eine Gruppe von voneinander abhängigen Individuen derselben Art. Die Kultur ist das erlernte Verhalten, das von den Mitgliedern einer Gesellschaft geteilt wird, zusammen mit den grundlegenden Eigenschaften eines solchen Verhaltens, wie Überzeugungen, Werte und Normen. Ein System ist eine Zusammenfassung von Teilen, die miteinander interagieren, um als Ganzes zu funktionieren.

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Storytelling

(Deutsch: Geschichtenerzählen) Unter Storytelling versteht man die Darstellung von Szenarien, welche mündlich oder anhand von Skizzen, Bildern, Videos oder Animationen präsentiert werden. In der Produktentwicklung ist es ein beliebtes Tool, um die aktuelle Nutzung zu veranschaulichen und anschließend sämtiche Handlungsabläufe zu verbessern. Heute ist Storytelling eine eigene Disziplin, um Inhalte mit Emotionen zu verknüpfen. Das Gehirn kann Informationen deutlich besser speichern, wenn sie mit Gefühlen verknüpft sind. Für eine Produkteinführung wird also eine möglichst einprägsame Geschichte erzählt, die deutlich hervorhebt, wie sehr das neue Produkt das Leben erleichtert und verschönert. 

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Structural Packaging

(Deutsch: Strukturelle Verpackung) Hierbei ist das innovative und intelligente Verpacken eines Produkts gemeint, um das Erlebnis eines Benutzers zu steigern. Denn eine Verpackung ist schon lange nicht mehr nur eine Versandbox oder ein Produktschutz, sie ist ein unverzichtbares Erlebnis und trägt die gleiche Wichtigkeit wie das Produkt selbst. Gutes Structural Packaging bringt Ordnung und Struktur in komplexe Sortimente und erleichtert die Suche nach dem richtigen Produkt. Es unterstreicht die individuellen Benefits jedes einzelnen Produktes und führt zu nachhaltigen Wettbewerbsvorteil. Siehe auch Verpackungsdesign

T

Teamwork

(Deutsch: Teamarbeit) Für Designer ist die Zusammenarbeit und der Austausch im Team unerlässlich, um die besten Ergebnisse zu erzielen. Im Team werden Vorschläge bewertet, diskutiert und weiterentwickelt. Der freie Umgang mit neuen Ideen und Ansätzen bereichert jede Teamarbeit und führt zu schnellen und nicht vorhersehbaren Ergebnissen. Offenheit, Spontanität und ungebremste Kreativität bilden vor allem im Design die Basis für eine produktive Teamarbeit. 80 % aller wirklichen Innovationen entstehen im Team.

Trend Research

(Deutsch: Trend Recherche) Aktuelle Trends zu erkennen, zu beobachten, mit ihnen umzugehen und zukunftsorientiert zu handeln ist die Grundlage neuer Innovationen. Die Trend Recherche in verschiedenen Bereichen wie Lifestyle und Fashion, Fitness und Ernährung, Technik und Mobilität, sowie Architektur und Interior erweitert den Horizont und kann neue Perspektiven und Marktpotenziale eröffnen. Die Entwicklung soziokultureller Trends zeigt auf, wie Kunden in Zukunft leben werden und wie die zukünftigen Bedingungen kreativ, produktiv, sozial, wirtschaftlich, umweltbewusst und kulturell beeinflusst werden könnten. Siehe auch Research

U

Universal Design

Universal Design (Deutsch: Universelle Gestaltung) soll die Bedürfnisse aller Menschen berücksichtigen, unabhängig von ihrem Alter, Größe, Geschlecht und Fähigkeiten. Ein nachhaltiges, intelligentes und langlebiges Universal Design ist leicht verständlich, barrierefrei und benutzerfreundlich.

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Usability

(Deutsch: Benutzerfreundlichkeit) Bei allen Schnittstellen zwischen Mensch und Technik spielen die Gebrauchstauglichkeit und der Workflow eine entscheidende Rolle. Mobile Endgeräte, medizintechnische Geräte oder komplexe Steueranlagen benötigen eine fehlerfreie Bedienung und eine effiziente Interaktion. Die Qualität der Nutzung und die Bedienerfreundlichkeit werden in allen Details von Usability LABs getestet, bewertet und optimiert und fließen direkt in die Produkt- und Designentwicklung ein.

User Centered Design

User Centered Design (deutsch: Nutzerorientierte Gestaltung) ist ein Designprozess, bei dem der Mensch im Mittelpunkt steht. Während der Entwicklung eines neuen Produkts werden die Ansprüche der Nutzer von allen Seiten beleuchtet und unter die Lupe genommen. Gutes User Centered Design wird erreicht, indem der adressierte Nutzer eines Produktes mit seinen Aufgaben, Zielen und Eigenschaften in den Mittelpunkt des Entwicklungsprozesses gestellt wird. Dies alles dient dazu, sicherzustellen, dass die Anforderungen der Nutzer auch tatsächlich erfüllt werden.

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User Interface Design

(Deutsch: Gestaltung der Benutzeroberfläche) Durch die zunehmende Digitalisierung aller Lebensbereiche werden intuitiv bedienbare Benutzeroberflächen immer wichtiger für den Menschen. Klar gestaltete Zeichen, leicht verständliche Symbole und eine einfache Benutzerführung unterstützen das positive Nutzungserlebnis und schaffen Vertrauen in die Marke. Im User Interface Design werden intuitiv bedienbare Schnittstellen gestaltet und programmiert, die den User schnell, einfach und intuitiv durch verschiedene Informationsarchitekturen navigieren. Siehe auch Benutzeroberfläche

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VDID

VDID (Verband Deutscher Industrie Designer) wurde im Jahr 1959 gegründet und ist der Berufsverband der Industrie Designer in Deutschland. Der Verband hat die Aufgabe zwischen Industrie und Design, wie auch Politik und Gesellschaft zu vermitteln und fördert dabei die Kompetenz und Qualität im Industriedesign.

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Verpackungsdesign

Eine Verpackung ist das Aushängeschild eines Produkts und soll den Nutzer durch Form, Material und Farbe überzeugen und die Wertigkeit des verpackten Produkts unterstreichen. Anspruchsvolle Verpackungen sind attraktiv, eigenständig und unverwechselbar. Nachhaltige Materialien und Entsorgungsthemen spielen dabei eine immer größere Rolle. Siehe auch Structural Packaging

 

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Wettbewerbsanalyse

In Wettbewerbsanalysen werden die Produkte anderer Wettbewerber untersucht, analysiert und typologisiert. Produktvorteile und Leistungsmerkmale werden verglichen und gefiltert. Eine tiefergehende Wettbewerbsanalyse ist unerlässlich, um die Spielwiese für Neuentwicklungen zu öffnen und echte, eigenständige Benefits und Innovationen zu ermöglichen. Nur exklusive und intelligente Designlösungen bringen einen nachhaltigen Wettbewerbsvorteil. Siehe auch Trend Research

X Y Z

Zeitloses Design

Von einem zeitlosen Design ist die Rede, wenn ein Produkt den Zeitgeist überdauert und auch noch nach Jahren in nahezu unveränderter Form akzeptiert wird. Gegenstände, die wir heute als zeitlos bezeichnen sind vor allem gebrauchstauglich und auf das Wesentliche reduziert. Zu ihrer Zeit waren sie höchst innovativ und nach den damals neuesten Technologien gestaltet und hergestellt. Heute gibt es unzählige neue Materialien und Produktionswege. Die technischen Unterschiede treten zunehmend in den Hintergrund und der emotionale Mehrwert rückt mehr und mehr in den Fokus. Für Design, das in vielen Jahren einmal zeitlos genannt werden will, spielen vor allem die Umweltverträglichkeit und Nachhaltigkeit eine große Rolle.

„Wenn du den emotionalen Mehrwert miteinbeziehst, behalten die Leute das Produkt länger und geben zudem mehr darauf acht.“ Hartmut Esslinger, Gründer von frog design

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