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Bionik

"Der menschliche Schöpfergeist kann verschiedene Erfindungen machen (...), doch nie wird ihm eine gelingen, die schöner, ökonomischer und geradliniger wäre als die der Natur, denn in ihren Erfindungen fehlt nichts, und nichts ist zu viel." Leonardo da Vinci

Bionik ist die Zusammensetzung aus den Begriffen Biologie und Technik und beschreibt das Lernen von der Natur. Das zentrale Element der Bionik ist das Übertragen von Phänomenen der Natur auf die Technik. Die bekannteste bionische Entdeckung ist der "Lotuseffekt". 

Wissenschaftler entdeckten, dass einige Blätter, darunter auch das Lotusblatt, immer sauber waren. Sie fanden heraus, dass die Oberfläche der Blätter nicht glatt, sondern rau ist und konnten dieses Prinzip auf selbstreinigende Oberflächen übertragen. 

Ein Produkt aus der Bionik, das jeder kennt, ist der "Klettverschluss", der 1951 von Georg de Mestaral patentiert wurde. Wie der Name schon verrät, dient die Klette als Vorbild für Haft-Struktursysteme für reversible Verbindungen.

Der Handling-Assistent von Festo ist nach dem Vorbild eines Elefantenrüssels konstruiert und dient als flexibles, präzises Greifwerkzeug.  

Die Stoßdämpfung für Motorradhelme leitet sich von der Fruchtschalenstruktur der Pampelmuse ab.

Der Gecko liefert immenses Nachhaltigkeitspotenzial für Klebefolien, die durch die spezielle Nanostruktur klebstofffrei haften. 

 

"Eine steigende Komplexität technischer Lösungen und Produkte erfordert neue Herangehensweisen. Die Identifikation geeigneter biologischer Prinzipien und ihre Übertragung auf technische Anwendungen im Sinne der Bionik können daher einen wichtigen Beitrag zur Entwicklung von funktionalen, adaptiven, ressourceneffizienten, öko- und humantoxikologisch unbedenklichen Materialien, Strukturen und Bauteilen leisten." (VDI 6223)

 

 

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